Leistungsgebiet

Fledermausgutachten Niedersachsen

Fledermauserfassungen und artenschutzfachliche Beiträge für Planungsvorhaben im nördlichen Niedersachsen, von der Elbmarsch über die Geest bis an die Wattenmeerküste.

Der niedersächsische Teil meines Arbeitsgebiets liegt unmittelbar vor der Haustür. Von meinem Standort aus sind die Landkreise südlich und westlich der Elbe in kurzer Fahrzeit erreichbar, was gerade bei Abendterminen und mehrfachen Begehungsterminen innerhalb einer Woche den Unterschied macht.

Auftraggeber sind Planungsbüros, Vorhabenträger, Kommunen, Stiftungen sowie Eigentümer und Verwaltungen. Die Zusammenarbeit reicht von der ersten Potenzialabschätzung bis zum abgestimmten Fachbeitrag und zur ökologischen Baubegleitung.

Regionale Schwerpunkte

  • Landkreis Harburg: Harburg, Buchholz in der Nordheide, Seevetal, Tostedt, Winsen (Luhe)
  • Landkreis Stade: Stade, Buxtehude, Jork, Bremervörde, Fredenbeck
  • Landkreis Cuxhaven: Cuxhaven, Otterndorf, Hemmoor
  • Landkreis Lüneburg: Lüneburg, Bleckede
  • Landkreis Rotenburg (Wümme): Rotenburg, Zeven

Vorhaben außerhalb dieser Landkreise sind nach Absprache möglich. Bei größeren Projekten im übrigen Niedersachsen arbeite ich projektbezogen mit Kolleginnen und Kollegen aus meinem fachlichen Netzwerk zusammen.

Zuständigkeiten und Rahmen in Niedersachsen

Fachbehörde auf Landesebene ist der NLWKN, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Er führt die landesweiten Fledermausdaten zusammen und ist fachlicher Ansprechpartner in Genehmigungsverfahren. Zuständig für die konkrete Vorhabengenehmigung sind in aller Regel die Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte.

Landesrechtliche Grundlage ist das NAGBNatSchG, das Niedersächsische Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz, ergänzend zu den artenschutzrechtlichen Regelungen des Bundes. Für die Biotoptypenerfassung gilt in Niedersachsen der Kartierschlüssel von Drachenfels, der bei kombinierten Aufträgen aus Fledermaus- und Biotopkartierung regelmäßig mit zum Tragen kommt.

Die Anforderungen an den Untersuchungsumfang unterscheiden sich zwischen den Bundesländern spürbar, und auch innerhalb Niedersachsens legen die Unteren Naturschutzbehörden unterschiedliche Maßstäbe an. Diese Unterschiede zu kennen und früh einzuordnen, erspart Nacharbeiten im laufenden Verfahren. Auf Wunsch stimme ich den Untersuchungsumfang vorab mit der zuständigen Behörde ab.

Typische Vorhaben

Die Fragestellungen in Niedersachsen unterscheiden sich von denen im Hamburger Stadtgebiet. Neben Gebäuden geht es hier häufiger um Flächen im Außenbereich und um Gehölzbestände.

  • Bauleitplanung und Baugenehmigungsverfahren im Hamburger Umland
  • Gebäudeabrisse und Sanierungen im Bestand
  • Gehölzfällungen und Baumfällgenehmigungen
  • Kiesgruben und Abbauflächen
  • Photovoltaik-Freiflächenanlagen
  • Infrastrukturvorhaben

Häufige Ausgangslagen

Drei Konstellationen treten im nördlichen Niedersachsen besonders oft auf. Sie unterscheiden sich darin, wie früh Fledermäuse überhaupt zum Thema werden.

Sanierung oder Abriss einer Hofstelle

Ältere Wirtschaftsgebäude und Wohnhäuser im ländlichen Raum bieten mit Dachräumen, Verschalungen und Spalten ein hohes Quartierpotenzial. Die Prüfung gehört vor den Bauantrag, nicht hinter die Genehmigung. Wird ein besetztes Quartier erst auf der Baustelle entdeckt, steht das Vorhaben still.

Gehölzfällung für Erschließung oder Ausbau

Bei Straßenausbauten, Baugebietserschließungen und Leitungstrassen sind Gehölzreihen und Altbaumbestände betroffen. Hier entscheidet die Baumhöhlenkontrolle darüber, ob gefällt werden darf, und das Zeitfenster ist eng. Eine frühe Klärung schafft Spielraum in der Bauzeitenplanung.

Flächenvorhaben im Außenbereich

Bei Abbauflächen, Freiflächenanlagen und Bauleitplanverfahren geht es weniger um einzelne Quartiere als um Raumnutzung: Flugrouten, Jagdhabitate und die Funktion von Leitstrukturen. Das verlangt eine Erfassung über die Aktivitätsperiode hinweg und lässt sich nicht kurzfristig nachholen.

Landschaftsräume und ihre Bedeutung

Das nördliche Niedersachsen deckt auf kurzer Distanz sehr verschiedene Lebensräume ab, und das wirkt sich unmittelbar auf das zu erwartende Artenspektrum und damit auf die Methodenwahl aus.

Elbmarsch und Altes Land

Weitläufige Grabensysteme, Obstbaumbestände und älterer Gebäudebestand auf den Hofstellen. Gewässerbegleitende Strukturen sind hier als Jagdhabitat und Leitlinie von besonderer Bedeutung.

Wattenmeer-Vorland

Offene, strukturarme Flächen mit wenigen Gehölzen. Die vorhandenen Leitstrukturen gewinnen dadurch überproportional an Gewicht.

Geest

Feldgehölze, Wallhecken und Waldränder in enger Verzahnung mit landwirtschaftlichen Flächen. Altholzbestände sind hier für baumbewohnende Arten entscheidend.

Ausläufer der Lüneburger Heide

Übergänge zwischen Heideflächen, Kiefernforsten und älteren Laubholzinseln. Das Quartierangebot hängt stark vom Anteil alter Laubbäume ab.

Methodik

Die eingesetzten Methoden, von der Quartierpotenzialanalyse über Gebäude- und Baumhöhlenkontrollen bis zur akustischen Erfassung und Rufanalyse, sind unabhängig vom Bundesland dieselben. Sie sind ausführlich auf einer eigenen Seite beschrieben, einschließlich der Zeitfenster im Jahresverlauf.

Fledermauserfassung: Methodik und Zeitfenster →

Laufende Zusammenarbeit

Fledermauserfassungen in Niedersachsen führe ich unter anderem für die leguan gmbh und das Planungsbüro Bartels durch, in beiden Fällen seit mehreren Jahren und über unterschiedliche Vorhabentypen hinweg. Weitere Referenzen und Auftraggeber sind auf der Referenzseite aufgeführt.

Referenzprojekte ansehen → Gesamtes Leistungsgebiet →

Vorhaben in Niedersachsen? Eine erste Einschätzung zum Untersuchungsbedarf kostet nichts.

Kontakt aufnehmen