Leistungen
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Fledermäuse
Alle heimischen Fledermausarten sind nach Anhang IV der FFH-Richtlinie streng geschützt, einige zusätzlich nach Anhang II. Das macht sie zu einer methodisch anspruchsvollen Artengruppe im Planungsverfahren. Welche Methode zum Einsatz kommt, richtet sich nach dem zu erwartenden Artenspektrum, dem Quartierangebot und der Art des Eingriffs.
- Quartierpotenzialanalyse an Gebäuden und Gehölzen
- Quartierkontrolle am Gebäude, mit Endoskop und Ausflugsbeobachtung
- Baumhöhlenkontrolle für Fällgenehmigungen
- Akustische Erfassung, aktiv und stationär
- Rufanalyse und räumliche Auswertung
- Maßnahmenkonzepte und Funktionskontrolle
Fledermauserfassung im Detail, mit Methodik und Zeitfenstern → Fledermausgutachten Niedersachsen →
Biotopkartierung und Vegetation
Fundierte Kenntnisse der Pflanzengesellschaften und Biotope Deutschlands, erworben durch Studium und praktische Arbeit. Umfangreiche Kartierungspraxis nach den aktuellen Kartieranleitungen von Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. FFH-Lebensraumtypen sind integraler Bestandteil dieses Leistungsbereichs.
Biotoptypenkartierung
Flächendeckende Kartierung nach aktuellen länderspezifischen Anleitungen: NLWKN-Schlüssel (Niedersachsen), Hamburger Biotoptypenschlüssel, SH-Kartierschlüssel. Umfangreiche Praxiserfahrung in allen drei Bundesländern. Digitale Felderfassung mit QGIS.
FFH-Lebensraumtypen
Erfassung und Bewertung von Anhang-I-Lebensraumtypen nach BfN-Bewertungsrahmen. Schwerpunkte Norddeutschland: Dünen, Heiden, Feuchtgrünland (LRT 6410, 6510), Erlen-Eschen-Auenwälder (LRT 91E0*), Übergangsmoore.
Pflanzensoziologische Aufnahmen (z.B. nach Braun-Blanquet)
Pflanzensoziologische Aufnahmen nach Braun-Blanquet, syntaxonomische Zuordnung, Zeigerwertauswertung und R-gestützte Auswertung (vegan). Grundlage für Schutzgebietsmanagement und Pflege- und Entwicklungspläne.
Floristische Erfassungen
Vollständige Florenlisten, Rote-Liste-Arten (Bund und Länder), Neophyten-Kartierung. Bewertung von Pflege- und Entwicklungszuständen für Naturschutzstiftungen und Behörden.
Brutvögel
Brutvogelerfassungen sind für viele Planungsvorhaben obligatorisch und gehören in Genehmigungsverfahren zu den regelmäßig geforderten Leistungen. Revierkartierungen werden nach Südbeck et al. durchgeführt, mit mehreren standardisierten Begehungen innerhalb der Brutzeit und artgenauer Auswertung als Revierkarte.
Je nach Umfang und Fragestellung binde ich dafür erfahrene Ornithologinnen und Ornithologen aus meinem fachlichen Netzwerk ein. Die Koordination, die fachliche Einordnung der Ergebnisse und die Qualitätssicherung bleiben in einer Hand.
Revierkartierung
Standardisierte Brutvogelerfassung nach Südbeck et al. (2005) mit mehreren Begehungen in der Brutzeit. Artgenaue Auswertung, Revierkarte, vollständige Artenliste mit Rote-Liste-Bewertung. Grundlage für Artenschutzfachbeiträge und Eingriffsbewertungen.
Gebäudebrüter
Erfassung von Nist- und Brutplätzen an Gebäuden vor Abriss, Dachsanierung oder Fassadendämmung. Relevante Arten: Haussperling, Mauersegler, Mehlschwalbe, Hausrotschwanz, Dohle, Turmfalke. Beurteilung der artenschutzrechtlichen Konfliktlage nach § 44 BNatSchG.
Höhlen- und Nischenbrüter an Bäumen
Erfassung baumbewohnender Brutvogelarten als eigenständige Leistung oder kombiniert mit der Baumhöhlenkontrolle für Fällgenehmigungen.
Ersatznistplätze
Konzeption und Positionierung von Nistkästen und artgerechten Nisthilfen als Vermeidungs- oder CEF-Maßnahme. Artspezifische Auswahl und Dimensionierung, Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde, Dokumentation für den Artenschutzfachbeitrag.
Artenschutzfachliche Gutachten
Artenschutzfachliche Gutachten entstehen auf Basis eigener Geländeerhebungen und Kartierungen. Von der ersten Habitatpotenzialanalyse bis zum abgestimmten Fachbeitrag begleite ich Planungsvorhaben aller Art mit planungsrelevanten Artengruppen.
Habitatpotenzialanalysen
Strukturbasierte Vorprüfung von Flächen auf das Vorhandensein von Lebensräumen und Quartieren planungsrelevanter Arten. Grundlage für die Entscheidung, welche vertiefenden Erfassungen erforderlich sind.
Artenschutzfachbeitrag und Flora-Fauna-Fachbeitrag
Erstellung von Artenschutzfachbeiträgen inkl. Konfliktanalyse nach § 44 BNatSchG für Baugenehmigungsverfahren, Bebauungspläne und Infrastrukturvorhaben. Klare Darstellung der Verbotstatbestände und deren fachliche Bewertung.
Der Flora-Fauna-Fachbeitrag dokumentiert die Geländeerhebungen strukturiert, mit nachvollziehbarer Methodenbeschreibung, vollständigen Artenlisten und kartographischer Ergebnisdarstellung. Er sichert die wissenschaftliche Grundlage für weiterführende Artenschutzfachbeiträge und behördliche Abstimmungen.
Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen
Konzeption und Beschreibung von Vermeidungsmaßnahmen sowie vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen (CEF). Fachliche Begründung und Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden auf Wunsch.
Funktionskontrolle und Monitoring
Kontrolle der Funktionsfähigkeit vorgezogener Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach Umsetzung. Annahmekontrolle von Ersatzquartieren und Ersatznistplätzen. Mehrjähriges Monitoring nach behördlicher Auflage mit Kurzbericht je Durchgang.
Ökologische Baubegleitung
Viele Genehmigungen enthalten artenschutzrechtliche Auflagen, die vor und während des Eingriffs zu erfüllen sind. Die ökologische Baubegleitung stellt sicher, dass diese Auflagen eingehalten, dokumentiert und gegenüber der Behörde nachgewiesen werden.
Freigabekontrollen vor dem Eingriff
Kontrolle von Gebäuden, Bäumen oder Gehölzen unmittelbar vor Abriss, Fällung oder Rodung auf Besatz durch geschützte Arten. Freigabe oder Sperrung des Eingriffs nach fachlicher Bewertung, schriftliche Dokumentation für die Behörde.
Dokumentation der Vermeidungsmaßnahmen
Begleitende Dokumentation der umgesetzten Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen während der Bauphase. Fotodokumentation, Protokollierung und Kurzbericht als Nachweis der Auflagenerfüllung.
Vergrämung und Bergung
Fachgerechte Vergrämung von Tieren aus dem Eingriffsbereich vor Baubeginn. Bergung und Umsetzung von Individuen nach Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde. Dokumentation und Meldung nach Landesrecht.
Umweltbaubegleitung nach Genehmigungsauflage
Kontinuierliche oder stichprobenartige Präsenz während der Bauausführung bei Vorhaben mit artenschutzrechtlichen Nebenbestimmungen. Ansprechpartner für Bauleitung und Behörde, Dokumentation des Bauablaufs aus naturschutzfachlicher Sicht.
GIS, Daten und Auswertung
Geländeerhebungen gewinnen durch GIS-Auswertung und Datenanalyse an Tiefe und Nachvollziehbarkeit. QGIS und R sind methodische Werkzeuge, die Kartierung, Artenerfassung und Gutachtenerstellung fachlich stützen.
Thematische Karten für Gutachten und Behördenvorlagen, digitale Felderfassung mit QGIS auf dem Tablet, Verknüpfung von Artdaten mit Flächen und Strukturen, räumliche Analysen wie Puffer, Überlagerung und Habitateignung sowie statistische Auswertung von Monitoring- und Fledermausdaten in R.
Naturschutzfachliche Beratung
Fachliche Einschätzung in der frühen Projektphase hilft, aufwendige Nacharbeiten zu vermeiden und Untersuchungsdesigns von Anfang an richtig aufzusetzen.
Welche Artgruppen sind relevant, welche Methoden sind erforderlich und verhältnismäßig, welche Zeitfenster müssen berücksichtigt werden? Dazu kommen Maßnahmen- und Monitoringkonzepte, Abstimmungsgespräche mit Unteren Naturschutzbehörden sowie die Beratung von Stiftungen und Flächeneigentümern zu Pflegezielen und ökologischem Potenzial ihrer Flächen.
Je nach Fragestellung arbeite ich mit qualifizierten Biologinnen und Biologen aus meinem fachlichen Netzwerk zusammen, für faunistische Erfassungen, Vegetationskunde, GIS-Auswertung oder spezielle Artgruppen. Die fachliche Koordination und Qualitätssicherung erfolgen projektbezogen über einen klaren Ansprechpartner.
Ausrüstung
Equipment und Methodik
Fledermaus-Erfassung
- Elekon Batlogger M2 (mobil)
- Elekon Batlogger S2 (stationär)
- Elekon Batscanner Stereo
- Nachtsichtgerät
- Endoskop
Auswertung & Geodaten
- Modernste Rufanalysesoftwarepakete
- QGIS
- R / RStudio
Feldarbeit
- Tablet-Felderfassung (GPS-gestützt)
Einsatzgebiet: Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Regionale Schwerpunkte und Ansprechpartner →
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